Geschichten aus dem Sprechzimmer

Zu sich selbst finden: im Wartezimmer
Die Krankengeschichte
Die Routine in der Sprechstunde
Abenteuer Ausziehen

Der erste Eindruck

 
 

Immer wieder: Untersuchung von Kopf bis Fuß
Natürlich erfordert der kleine Schnupfen zwischendurch oder die verstauchte Hand keine vollständige körperliche Untersuchung. Aber für Krankheitszeichen, die den ganzen Körper betreffen, gilt grundsätzlich das Prinzip „von Kopf bis Fuß”. Unzählige Male nach einem festen Schema durchgeführt, fällt einem erfahrenen Arzt jede krankhafte Veränderung sofort auf. Für die auf der anderen Seite dagegen, die Patienten, ist es nicht immer selbstverständlich, sich vor fremden Menschen auszuziehen. Sogar wenn es der Gesundheit nützt.

 
 
Odyssee durch Strümpfe und Schlüpfer
Die körperliche Untersuchung bedeutet bisweilen eine Vorstellung der besonderen Art. Gern geboten wird eine Odyssee durch die Welt der Strümpfe und Unterwäsche. Erinnerungen an die Studienzeit werden wach, etwa an die Vorlesung über den Geruchssinn und die rund dreitausend wahrnehmbaren Düfte.
 
 

Zahl der Kleidungsstücke steigt mit den Jahren
Bisweilen mit Erstaunen stellt selbst der altgediente Medicus fest, wieviele Kleidungsstücke sich ein Mensch überhaupt auf die Haut drapieren kann. Noch nicht ausreichend erforscht ist der Erfahrungswert, daß die Zahl der Kleidungsstücke parallel zum Lebensalter steigt. Davon stand natürlich nichts im Lehrbuch.

Zwischendurch ein Leben retten
Einmal An- und Ausziehen kann also alles in allem schon mal zehn Minuten und mehr in Anspruch nehmen. Da bleibt dem Arzt ausreichend Zeit, zwischendurch noch schnell nebenan ein Leben zu retten - was auch die Tatsache erklärt, warum die meisten Arztpraxen über mehrere Sprechzimmer verfügen.

 

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