Wirkungen und Nebenwirkungen: vom Kräutlein zum Cortison

Handgemacht: die Rezeptur-Arzneimittel
... und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
Packungsbeilage mit Nebenwirkungen
Antibiotika: das Prestige der Medizin
                Probleme mit Antibiotika
                Blinde Antibiotika
Cortison: Teufelszeug oder Lebensretter

                Hormon und Wirkstoff
                Nebenwirkungen durch Leichtfertigkeit

 
 

Antibiotika stärken das Ansehen der Ärzte
Viel Gutes haben die Antibiotika schon bewirkt: So verdankt die Schulmedizin ihnen zum großen Teil ihre Erfolge und ihr Ansehen. Dabei waren vor knapp 70 Jahren die Experimente des britischen Bakteriologen Alexander Fleming eigentlich schief gegangen: Er hatte im Labor seine Bakterienkulturen versehentlich offen stehen gelassen. Prompt machte sich Schimmel breit. Die Überraschung: Rund um die Schimmelflecken starben die Test-Bakterien ab. Der bakterientötende Schimmel-Wirkstoff Penicillin, das erste Antibiotikum, war gefunden und die Medizin einen großen Schritt weiter. Viele bis dahin lebensgefährliche Infektionskrankheiten ließen sich fortan heilen: Scharlach, Diphtherie, Lungenentzündung und Hirnhautentzündung. Vernichtend: Antibiotika gegen Bakterien Antibiotika haben die Fähigkeit, Bakterien in ihrem Wachstum zu hemmen (bakteriostatisch) oder gar abzutöten (bakterizid). Gegen Viren, Pilze und Parasiten wirken sie nicht. Wichtig zu wissen: kein Antibiotikum kann gegen alle Keime wirken, sondern nur gegen bestimmte Bakteriengruppen oder -stämme.

Vernichtend. Antibiotika gegen Bakterien
Wer Antibiotika vom Arzt verschrieben bekommt, tut gut daran, die Dosierungsvorschriften zu beachten (wieviel, wie oft, wie lange). Denn wenn ein Antibiotikum nicht ausreichend intensiv oder nicht ausreichend lange wirken kann, überleben einige der Bakterien den Angriff, um sich anschließend - wenn wieder freie Bahn ist - noch besser zu vermehren. Denn insbesondere diejenigen Bakterien haben die besten Überlebenschancen, die am wenigsten empfindlich gegenüber dem Antibiotikum sind. Die neue Generation besteht dann natürlich aus dieser robusteren Sorte.

Patient hörte nicht auf den Arzt: Antibiotikum wirkungslos
Findet häufiger solch eine Selektion statt, bleiben am Ende die Bakterien übrig, die gegen das Antibiotikum unempfindlich (resistent) sind. Das Medikament hat dann seine Wirkung eingebüßt. Und das alles nur, weil wieder jemand nicht auf seinen Arzt hören wollte. Auf diese Weise haben viele Antibiotika in den letzten Jahren an Wirksamkeit verloren.

 

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