Geschichten aus dem Sprechzimmer

Zu sich selbst finden: im Wartezimmer
Die Krankengeschichte
Die Routine in der Sprechstunde
Abenteuer Ausziehen

Der erste Eindruck

 
 

Erster Eindruck von kurzer Dauer
Anders als im richtigen Leben bleibt in der Medizin der erste Eindruck oft nicht entscheidend. Krankheitszeichen unterliegen oft einem ständigen Wandel, je nach Tagesform. Das Auftreten und das Erscheinungsbild eines Patienten variiert entsprechend. Zudem spielen unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen hier eine große Rolle. Einerseits läßt sich Künstlerin Fiebig bei grippalem Infekt von zwei Artgenossen mit großer Geste ins Sprechzimmer geleiten. Andererseits geht Bauer Heinrich kaum zum Arzt, bevor er nicht den Kopf unterm Arm trägt. Der erste Eindruck kann lediglich der Startpunkt für ein Gesamtbild sein, das sich immer weiter ausdifferenziert. Kennen Arzt und Patient einander schon seit Jahren, fallen dem kundigen Mann im weißen Kittel natürlich auch feine Veränderungen seines altbekannten Kunden auf.

Spricht Bände: der Händedruck
Erste Informationen über das seelische Befinden übermittelt bereits der Händedruck zur Begrüßung: Ist er lasch und unsicher, gar zögerlich, oder aber fest und forsch, klar und selbstsicher? Statur, Körperhaltung, Bewegungsabläufe, Gesicht und Mimik zeichnen weiter das Bild. Und der Arzt ahnt schon, was ihm blüht.

 

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