Von Kopf bis Fuß: die Leiden des Menschen

Der Kopf, und wenn er weh tut
Aug' in Auge
Hälse, Nasen und Ohren
Der Atmungsapparat: bazillen-Einfallstor

Das Herz: Poesie und Infarkt
Der Kreislauf: macht Druck
Der Bauch: durch dick und dünn
Der Rücken: das Kreuz der Nation

Körper und Seele: Hand in Hand
Körper und Umwelt: Armut macht krank, Reichtum auch

Die Grenzen ärztlicher Kunst
Der Unterschied zwischen Heiler und Scharlatan

 
 

Armutszeugnis: Mißbildungen in billigen Wohnvierteln
Wie die Psyche so beeinflußt auch der Geldbeutel die Gesundheit. Nicht allein, weil mit Geld die bessere Medizin zu kaufen wäre. Eine heftig umstrittene Studie hat am Beispiel Hamburg gezeigt, daß in billigeren Wohngegenden häufiger Babys mit verhängnisvollen Mißbildungen geboren werden - möglicherweise aufgrund von Schadstoffen in der Umwelt aus Auspufftöpfen und Industrieschloten.

Krankheiten speziell für Reiche
Doch auch die Reichen trifft es: Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern leiden häufiger als andere an der quälenden Neurodermitis, einer Krankheit aus dem Feld der Allergien. Möglicherweise, so spekulieren nun die Forscher, steigt das Allergierisiko, wenn das Immunsystem im Kindesalter wenig gefordert wird. Wer also blitzsauber aufwächst und obendrein nicht im Kindergarten regelmäßigen Bazillenaustausch pflegt, riskiert demnach eine Allergie. Damit nicht genug: Eine Studie der Universität Mainz aus dem Jahr 1996 zeigt, daß Kinder ohne ein „trainiertes Immunsystem" auch häufiger an Blutkrebs, Leukämie erkranken. Die Krebsforscher sehen dadurch die Vermutung gestützt, daß die Kinderleukämie häufig durch eine Viruserkrankung ausgelöst wird.

Spielen im Schmutz macht stark
Wer seinen Kindern also einen großen Gefallen tun will, der beschützt sie gerade nicht vor einem normalen Maß an Kontakten und Spielen im Schmutz. Der Bazillenaustausch von Anfang an trainiert das Immunsystem und beugt so Schlimmerem vor.

 

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