Von Kopf bis Fuß: die Leiden des Menschen

Der Kopf, und wenn er weh tut
Aug' in Auge
Hälse, Nasen und Ohren
Der Atmungsapparat: bazillen-Einfallstor

Das Herz: Poesie und Infarkt
Der Kreislauf: macht Druck
Der Bauch: durch dick und dünn
Der Rücken: das Kreuz der Nation
Körper und Seele: Hand in Hand
Körper und Umwelt: Armut macht krank, Reichtum auch
Die Grenzen ärztlicher Kunst
Der Unterschied zwischen Heiler und Scharlatan

 
 

Teure Plage: Rückenschmerzen
Das Kreuz mit dem Kreuz verursacht mehr als alle anderen Gebrechen Krankheitstage und Frührenten: Kaum ein Erwachsener, der noch nie von einem Hexenschuß oder Schlimmerem heimgesucht wurde. Der immense volkswirtschaftliche Schaden trifft wohl alle Branchen außer der Ärzteschaft, die dadurch Kunden gewinnt.

 
 

Bei Rückenproblemen zählt das ganze lange Elend, nicht allein von Hals bis Hintern, sondern wirklich von Kopf bis Fuß. Schließlich können Schwierigkeiten in den Kopfgelenken auch einmal zu Problemen in der Hüfte führen. Und umgekehrt. Deshalb reicht eine orthopädische Untersuchung von Kopf bis Fuß, samt Prüfung von Nerven, Muskeln und Bändern.

Aufrechter Gang ist eigentlich nichts für Menschen
Das Übel „Rückenschmerzen” hat oft uralte Wurzeln: Der Mensch ist nicht für den aufrechten Gang geschaffen. Das zeigen die häufigen Rückenprobleme der Zweibeiner und außerdem die Körperhaltung mancher Mitarbeiter in mittleren Hierarchiestufen. Das Rückgrat ist eigentlich für Vierbeiner optimiert. Der senkrechte Gang dagegen, zumal gepaart mit falscher Technik beim Heben oder langem Sitzen vor dem Fernsehgerät, überfordert die Konstruktion der Wirbelsäule. Gerät wegen unsachgemäßer Belastung ein Federelement zwischen den einzelnen Wirbeln (Bandscheibe) außer sich und drückt auf einen der dort zahlreich verlaufenden Nerven, ist bisweilen der ganze Mensch mattgesetzt. Die Therapie lautet dann oft: ab unters Messer.

Keine Bandscheiben-Operation für Orthopäden
Doch leider führen bei weitem nicht alle Bandscheiben-Operationen zum Erfolg. Im Gegenteil: In fünf bis 20 Prozent der Fälle leidet der Patient nachher mehr Schmerzen als vorher. Und zu den Mysterien der Medizin gehört die Tatsache, daß - statistisch - die Ärzte ihren Patienten gern empfehlen, einen Bandscheibenvorfall operieren zu lassen - selbst aber davor zurückschrecken: 83 Prozent der Orthopäden geben an, sich keinesfalls unters Messer zu legen, solange der gedrückte Nerv in der Wirbelsäule noch keine Lähmungen verursacht. Nun ja, ein Wegweiser geht auch nicht den Weg, den er weist.

 
 

zurück

weiter